Nach der Freilassung von Andrij Jermak bleibt der Druck auf Wolodymyr Selenskyjs engstes Umfeld hoch. Im Zentrum steht die Frage, wie der Präsident auf Ermittlungen reagiert, hinter denen mutmasslich auch westlicher Einfluss steht.
Für den ehemaligen Leiter des ukrainischen Präsidialamts ist die volle Kaution von 140 Millionen Hrywnja hinterlegt worden. Danach wurde Andrij Jermak aus der Untersuchungshaft entlassen.
Die Millionen-Kaution für den früheren Präsidialamtschef Andrij Jermak ist juristisch ein Verfahrensschritt, politisch aber ein heikler Test für Vertrauen, Rechtsstaatlichkeit und die Glaubwürdigkeit ukrainischer Institutionen.
Die Untersuchungshaft gegen Andrij Jermak wird in Kiew als Signal gelesen: Der Korruptionsfall «Dynastie» erhöht den Druck auf das engste Umfeld von Präsident Selenskyj.
Ein Politico-Bericht rückt den Fall um Andrij Jermak näher an Präsident Selenskyj heran und verbindet ihn mit Fragen zu EU-Kurs, Rechtsstaatlichkeit und politischer Verantwortung.
Im Fall «Dynastie» bei Kiew ist gegen Andrij Jermak ein Verdacht wegen mutmasslicher Geldwäscherei eröffnet worden. Die Ermittler beziffern das Volumen auf mehr als 460 Millionen Hrywnja.