Pilotversuche mit zwei Robotern

Ein US-Start-up hat in der Ukraine mit Pilotversuchen von humanoiden Robotern für Einsätze in Kampfgebieten begonnen. Nach einem Bericht von CNBC schickte Foundation Future Industries zwei Roboter des Typs Phantom MK-1 ins Land. Die Tests laufen mit Unterstützung der US-Regierung und der ukrainischen Behörden.

Nach Angaben des Unternehmens übernehmen die Roboter bei den Versuchen Logistikaufgaben in gefährlichen Gebieten. Sie transportieren Material und helfen bei der Evakuierung von Lasten. Ziel ist es, das Risiko für Soldatinnen und Soldaten zu senken.

Technologie mit Grenzen und Ausbauplänen

Firmenchef Sankaet Pathak sagte, die bisherigen Tests hätten das Potenzial der Technologie bestätigt. Zugleich verwies er auf aktuelle Einschränkungen bei Traglast, Autonomie und Schutz gegen Umwelteinflüsse.

Noch in diesem Jahr will Foundation nach eigenen Angaben ein neues Modell mit der Bezeichnung Phantom 2 in die Ukraine schicken. Die Entwickler versprechen eine doppelt so hohe Traglast wie beim bisherigen System sowie weitere Funktionen, die sie als übermenschlich bezeichnen.

Verbindungen zu US-Militär und Trump-Familie

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben Forschungsaufträge des US-Militärs im Umfang von 24 Millionen Dollar erhalten. Das entspricht rund 20 Millionen Franken. Untersucht werden demnach mögliche Anwendungen humanoider Roboter in Logistik, Objektinspektion und im Umgang mit Waffen. In den kommenden 12 bis 18 Monaten will Foundation dem Bericht zufolge gemeinsame Tests mit den US-Streitkräften beginnen.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Projekt durch Eric Trump. Der Sohn des US-Präsidenten investierte zunächst in das Unternehmen und wurde später strategischer Berater. Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren hatte deshalb bereits früher erklärt, staatliche Aufträge für das Start-up könnten wie Korruption in aller Öffentlichkeit wirken.