Was bekannt ist

Nach dem nächtlichen Angriff auf ein College in Starobilsk im besetzten Teil des Gebiets Luhansk ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben russischer Behörden und der von Moskau eingesetzten Verwaltung auf 18 gestiegen. Zuvor war von 35 Verletzten die Rede, später von 41. Unter den Trümmern sollen weitere Menschen vermisst werden.

Schwer beschädigt wurden demnach sowohl das Unterrichtsgebäude als auch das Wohnheim des Colleges. Zudem sollen in Starobilsk auch Verwaltungsgebäude, Geschäfte und Privathäuser beschädigt worden sein.

Angaben zu Jugendlichen im Wohnheim

Russische öffentliche Kanäle erklärten, zum Zeitpunkt des nächtlichen Beschusses hätten sich 86 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren in dem College aufgehalten. Verbreitet wurden auch Hinweise aus lokalen Gruppen, in denen Eltern ihre Kinder als vermisst meldeten.

Später hiess es, acht Mädchen und drei Jungen seien ums Leben gekommen; nach weiteren Jugendlichen werde unter den Trümmern gesucht. Drei Minderjährige seien gerettet worden.

Widersprüchliche Darstellungen zur Verantwortung

Die russische Seite macht die Ukraine für den Angriff verantwortlich. Aus Kiew lag zunächst keine Stellungnahme vor. Später hiess es, der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestreite einen Angriff auf zivile Objekte.

Gleichzeitig hatte die Ukraine einen Angriff auf einen Stab der Einheit «Rubikon» in Starobilsk bestätigt. Ob zwischen diesem Angriff und den Schäden am College ein Zusammenhang besteht, blieb offen.