Neuer Kurs in Sofia
Die neue Regierung Bulgariens will die Waffenlieferungen an die Ukraine einstellen. Verteidigungsminister Dimitar Stojanow begründete dies laut Bloomberg damit, die Ukraine brauche «Menschen, nicht Waffen».
Stojanow sprach sich zugleich für einen «gerechten Frieden» aus, dessen Bedingungen von beiden Kriegsparteien bestimmt werden sollen.
Bereits zuvor skeptische Haltung
Der frühere Premier Rumen Radew hatte bereits erklärt, der Krieg in der Ukraine werde nicht auf dem Schlachtfeld entschieden. Er stellte sich gegen militärische Unterstützung für Kiew aus der EU und plädierte für die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland.
Seit 2022 hat Bulgarien 13 Tranchen militärischer Hilfe an die Ukraine geliefert.
Bedeutung für die Versorgung der Ukraine
Bulgarien zählt in der EU zu den wichtigen Produzenten von Munition sowjetischer Bauart. Diese Bestände und Produktionskapazitäten waren in den ersten Kriegsmonaten für die ukrainischen Streitkräfte besonders wichtig, weil sie mit vorhandenen Waffensystemen kompatibel sind.
Hinzu kamen gelagerte Waffen und Munition aus älteren Beständen.




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