
Trump zögert bei neuen US-Sanktionen gegen Russland
In Washington wächst der Druck für Strafzölle gegen Staaten, die weiter russische Energie kaufen. Offene Fragen betreffen vor allem China, Indien und die Folgen für den Welthandel.
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Einordnung zu Diplomatie, Waffenruhe, Friedensplänen, Sicherheitsgarantien und politischen Verhandlungen rund um die Ukraine.

In Washington wächst der Druck für Strafzölle gegen Staaten, die weiter russische Energie kaufen. Offene Fragen betreffen vor allem China, Indien und die Folgen für den Welthandel.

Der Kreml steht bis zum Ende des Sommers unter wachsendem Druck durch Angriffe auf Raffinerien, Treibstoffmangel und politische Risiken im Innern.

Am NATO-Gipfel in Ankara steht eine mehrjährige Militärhilfe für die Ukraine von rund 70 Milliarden Euro pro Jahr zur Debatte. Ob daraus tatsächlich neue Mittel fliessen, hängt von den einzelnen Regierungen ab.

Moskau weist eine Waffenruhe entlang der aktuellen Frontlinie zurück und verknüpft dies mit neuen Warnungen im Zusammenhang mit Belarus.
VideoIm UNO-Sicherheitsrat drängen die USA auf ein rasches Ende der Kämpfe. Die Ukraine signalisiert zugleich, dass ihre Bereitschaft zu einer Feuerpause entlang der Frontlinie nicht selbstverständlich bleibt.

Treffer gegen russische Energie- und Industrieanlagen erhöhen den Druck auf Wirtschaft, Versorgung und Kremlstrategie.

Kiew und Washington beraten laut The Economist über ein zweistufiges Modell für eine Waffenruhe entlang der Front. Russland weist einen europäischen Ansatz zurück und beharrt auf eigenen Bedingungen.

Kiew verbindet die Hoffnung auf ein Kriegsende vor dem Winter mit der Forderung nach mehr Druck auf Russland und zusätzlicher Energie- sowie Luftabwehrhilfe.

Der geplante Urnengang zur Staatsduma im September könnte den Kreml inmitten von Kriegsmüdigkeit, inneren Spannungen und strategischen Grundsatzentscheidungen vor neue Probleme stellen.

Europa will Trump dazu bewegen, einen neuen Verhandlungsrahmen für die Ukraine zu unterstützen und sich von früheren Verständigungen mit Moskau zu lösen.

Die neue bulgarische Regierung will die militärische Unterstützung für die Ukraine beenden. Das betrifft auch einen in der EU wichtigen Produzenten von Munition sowjetischer Bauart.

Ein Frieden ohne ukrainische Zustimmung wäre rechtlich schwach, politisch umstritten und militärisch schwer durchsetzbar.

Vier europäische Staaten wollen Friedensverhandlungen auf Basis der aktuellen Frontlinie, Sicherheitsgarantien für die Ukraine und eingefrorene russische Vermögen bis zu Entschädigungen an Kiew.

Der Vorstoss für ein persönliches Treffen mit Putin soll nach dieser Lesart vor allem zeigen, dass Moskau eine Feuerpause entlang der Frontlinie blockiert.

Putin weist Selenskyjs Vorschläge für ein Treffen und eine Waffenruhe zurück. Der Brief aus Kiew sollte dennoch mehrere politische Adressaten erreichen.

Ein Friedensplan kann für die Ukraine ein Weg zu dauerhaftem Frieden sein oder nur eine gefährliche Pause. Entscheidend sind Sicherheitsgarantien, Territorium, Sanktionen und die Frage, ob Russland von einem neuen Angriff abgehalten wird.

Putin reagiert scharf auf ein Schreiben von Selenskyj, lehnt ein Treffen vorerst ab und bekräftigt Russlands Kriegsziele im Donbass.

Selenskyj hat Putin in einem offenen Brief direkte Verhandlungen, eine Waffenruhe während der Gespräche und ein persönliches Treffen vorgeschlagen.

Eine Niederlage des ukrainischen Staates wäre nicht für alle Menschen im Land dasselbe. Sie könnte je nach Ausgang Katastrophe, graue Zone, abhängiger Frieden oder erzwungene Re-Integration bedeuten.

Laut Bloomberg beraten Deutschland, Frankreich und Grossbritannien gemeinsam mit Kiew über einen möglichen neuen Verhandlungsansatz gegenüber Moskau.

Ein Waffenstillstand kann in der Ukraine Leben retten. Doch ohne klare Regeln, Garantien und Kontrolle droht er zur Pause vor dem nächsten Krieg zu werden.

Die Ukraine lehnt nicht Frieden ab, sondern die rechtliche Anerkennung russischer Gebietsgewinne. Warum für Kiew zwischen Waffenstillstand und Gebietsabtretung ein grundlegender Unterschied besteht.

Kaja Kallas sieht die EU nicht als neutrale Vermittlerin zwischen der Ukraine und Russland. Die Union solle Kiew unterstützen, zentrale Gespräche müssten aber direkt zwischen Kiew und Moskau stattfinden.

EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas verlangt bei möglichen Ukraine-Verhandlungen gleiche militärische Beschränkungen für Russland und die Ukraine.