Leiche nach Einreise in die Ukraine gefunden
Nahe Kiew ist am Abend des 6. Juli die Leiche von Anastassija Beresowska gefunden worden. Die Frau galt als Verdächtige im Anschlag auf den Unternehmer Wadym Jermolajew in Monaco. Darüber berichtete die Ukrajinska Prawda unter Berufung auf Quellen.
Nach diesen Angaben war Beresowska von Interpol zur Fahndung ausgeschrieben und am 1. Juli in die Ukraine eingereist. Der Anschlag in Monaco war demnach am Abend des 29. Juni verübt worden.
Zwei Verdächtige festgenommen
Im Zusammenhang mit dem Tod Beresowskas wurden bereits zwei Verdächtige festgenommen. Einer von ihnen soll ein aktiver Offizier des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR sein, der andere ein ehemaliger Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden.
HUR ist die ukrainische Militärnachrichtendienstbehörde. Sie ist dem Verteidigungsministerium unterstellt.
Der Fall könnte die Ermittlungen zum Anschlag von Monaco weiter politisieren. Im Raum steht die Frage, ob die Tötung der Verdächtigen dazu diente, Spuren zu verwischen und mögliche Auftraggeber abzuschirmen.
Neue Fragen zu einem politisch heiklen Fall
Mit den Festnahmen rückt erneut die Frage in den Vordergrund, wer hinter dem Attentat auf Jermolajew stehen könnte. In europäischen Medien waren bereits Spekulationen über mögliche Verbindungen in ukrainische Sicherheitsstrukturen aufgekommen.
Ob die Ermittlungen in der Ukraine über die mutmasslichen Täter hinaus zu möglichen Auftraggebern führen, ist offen. Ebenso unklar ist, welche Deutung die Behörden zum Motiv und zu den Hintergründen des Falls vorlegen werden.




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