Markt reagiert auf Störungen im Schiffsverkehr
Ukrainische Angriffe auf russische Schiffe im Asowschen Meer könnten nach Einschätzung von CNN erhebliche Folgen für den globalen Lebensmittelmarkt haben. Im Zentrum steht dabei der russische Weizenexport, der für viele Importländer eine wichtige Rolle spielt.
Der Getreidemarkt-Analyst Andrej Sizow beziffert den Anteil des Asowschen Meers auf rund ein Viertel der russischen Weizenausfuhren. Für den Weltmarkt sei diese Route damit von ähnlicher Bedeutung wie der Persische Golf für den Ölhandel. In den vergangenen Tagen seien die Preise für Weizen-Futures bereits deutlich gestiegen.
Hinweise auf faktischen Stopp der Route
Satellitenbilder und Daten von Diensten zur Schiffsverfolgung deuten darauf hin, dass Russland den Verkehr durch das Asowsche Meer nach den ukrainischen Angriffen faktisch gestoppt hat. Nach Angaben von CNN bildeten sich auf beiden Seiten des Meers Warteschlangen von Schiffen.
Betroffen sind demnach vor allem die Zufahrten an der Strasse von Kertsch sowie am Don-Asow-Kanal. Diese Verbindungen sind wichtig, weil sie das Gebiet mit dem Schwarzen Meer beziehungsweise mit den russischen Binnenwasserstrassen verknüpfen.




Diskussion
Kommentare
Bitte bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema.
Registrieren oder anmelden, um mitzudiskutieren.
Registrieren oder anmelden