Angriffe in der Nacht auf Dienstag

Russland hat in der Nacht auf Dienstag Kiew und Saporischschja mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Angaben der Stadtverwaltung von Kiew wurde im Schewtschenko-Bezirk ein Lagerhaus getroffen. Dort brach ein Feuer auf einer Fläche von rund 1200 Quadratmetern aus.

Lokale Behörden meldeten zudem einen Einschlag in der Nähe eines Kinderkrankenhauses im selben Bezirk. Demnach entstanden vor dem Gebäude zwei grosse Krater; beschädigt wurden auch Verglasungen und eine Gasleitung.

Auch im Gebiet Kiew, im Butscha-Bezirk, wurden nach Angaben der Regionalverwaltung Lagerhäuser getroffen. Zudem seien drei Lastwagen beschädigt worden.

Sechs Tote in Saporischschja

Für Saporischschja meldete die Gebietsverwaltung sechs Todesopfer und 19 Verletzte infolge des russischen Angriffs. Beschädigt worden seien vier Mehrfamilienhäuser sowie Industrie- und Infrastrukturobjekte, ein Garagenkomplex und weitere Nichtwohngebäude.

Luftwaffe nennt keine Zahl zu Raketen

Die ukrainischen Luftstreitkräfte teilten mit, dass Kiew und Saporischschja mit Raketen vom Typ Zirkon und Iskander sowie mit 120 Kampfdrohnen angegriffen worden seien. Abgeschossen worden seien 98 Drohnen. Einschläge gab es demnach an 21 Orten, Trümmerteile gingen an weiteren fünf Orten nieder.

Wie schon bei früheren Angriffen nannte die Luftwaffe keine Zahl dazu, wie viele Raketen insgesamt gestartet oder abgefangen wurden.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, Ziel der Angriffe seien Betriebe des militärisch-industriellen Komplexes und Logistikzentren gewesen. Später nannte Moskau für Kiew ein Terminal der «Nowa Poschta» und das Transport- und Logistikzentrum «San-Park», für Saporischschja den Metallurgiekonzern «Saporischstal». Ukrainische Behörden hatten in Kiew und im Umland Treffer auf Lagerhäuser gemeldet, in Saporischschja Schäden an Industrie- und Infrastrukturobjekten.