Angriff auf die Region Moskau

Die Region Moskau ist am Dienstagmorgen Ziel eines umfangreichen Drohnenangriffs geworden. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte zunächst, auf dem Anflug auf die russische Hauptstadt seien 35 Drohnen abgeschossen worden. Später hiess es aus lokalen Behörden, in der Nacht und am Morgen seien über dem Moskauer Gebiet insgesamt 86 Drohnen abgefangen worden.

Nach Angaben der Behörden arbeiteten Einsatzkräfte an den Orten, an denen Trümmer niedergingen. Zunächst wurden keine Schäden oder Verletzten gemeldet. Später teilten die Behörden im Moskauer Umland mit, sechs Menschen seien verletzt worden, darunter ein 13-jähriges Mädchen.

Brand an der Moskauer Raffinerie

Im Verlauf des Morgens verdichteten sich die Hinweise auf einen Treffer bei der Moskauer Raffinerie im Stadtteil Kapotnja. Wolodymyr Selenskyj sprach von einem erfolgreichen Schlag gegen die Anlage und bezeichnete ihn als Antwort auf russische Angriffe und das Hinauszögern des Krieges.

Gerechte Antwort auf russische Angriffe und das Hinauszögern des Krieges

Wolodymyr Selenskyj

Das russische Katastrophenschutzministerium teilte später mit, ein Feuer auf dem Gelände der Raffinerie sei bereits gelöscht worden. Der Betrieb laufe weiter.

Druck auf Russlands Treibstoffversorgung

Bereits am Vortag hatte Reuters berichtet, dass die Raffinerie von Tatneft in Nischnekamsk nach ukrainischen Drohnenangriffen die Produktion vollständig eingestellt habe. Die Zeitung Kommersant schrieb zudem, Tatneft habe den Treibstoffverkauf an Tankstellen eingeschränkt.

Demnach gelten seit dem 12. Juni Abgabebeschränkungen: 20 Liter Benzin pro Personenwagen, 40 Liter Diesel und 200 Liter Treibstoff für Lastwagen. Solche Massnahmen wurden laut dem Bericht in den Gebieten Orenburg, Nischni Nowgorod und Woronesch sowie in Udmurtien eingeführt.