Meldungen aus mehreren Regionen
In der Nacht auf Donnerstag sind mehrere Regionen Russlands sowie die besetzte Krim aus der Luft angegriffen worden. Aus Sewastopol, Taganrog in der Region Rostow und Woronesch wurden Angriffe oder Abwehrmassnahmen gemeldet.
Der von Russland eingesetzte Verwaltungschef von Sewastopol, Michail Raswoschajew, erklärte, das Militär habe die ganze Nacht eine kombinierte Attacke abgewehrt. Nach seinen Angaben wurde die Stadt unter anderem mit Storm-Shadow-Raketen angegriffen. Zudem seien mehr als 20 Drohnen abgeschossen worden.
Russische Kanäle meldeten später, durch einen Raketenangriff sei auch ein Gebäude einer Filiale der russischen Zentralbank in Sewastopol beschädigt worden.
Taganrog und Woronesch
In Taganrog in der Region Rostow wurde nach Angaben von Gouverneur Juri Sljussar während der Abwehr eines Angriffs eine Rakete zerstört. Durch herabfallende Trümmer gerieten demnach Autos in Brand.
Ukrainische öffentliche Kanäle berichteten zudem von einem Schlag gegen ein Flugzeugreparaturwerk in Taganrog.
In Woronesch teilte Gouverneur Alexander Gussew mit, die Luftabwehr habe am Morgen zwei schnelle Luftziele zerstört. Gemeint waren nach der Formulierung offenbar Raketen.
Sowohl ukrainische als auch russische oppositionelle Kanäle berichteten ausserdem von einem Einschlag im Bereich des Militärflugplatzes Baltimore bei Woronesch.
Einordnung der gemeldeten Ziele
Die gemeldeten Orte haben aus militärischer Sicht unterschiedliche Bedeutung. Taganrog gilt als wichtiger Standort für luftfahrtbezogene Industrie. Der Militärflugplatz Baltimore bei Woronesch ist seit längerem als Standort der russischen Luftwaffe bekannt.
Auf der Krim bleibt Sewastopol ein zentraler Ort für die russische Schwarzmeerflotte und für militärische Infrastruktur. Entsprechend stehen Angriffe auf die Stadt regelmässig im Fokus der Kriegsberichterstattung.




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