Russische Truppen sind in Orichiw im Gebiet Saporischschja eingedrungen. Das bestätigte der ukrainische Militärexperte Konstantin Maschowez. Zuvor hatten bereits der ukrainische Militärangehörige mit dem Rufnamen «Mutschnoi» sowie russische Militärkanäle darüber berichtet.

Nach Angaben von Maschowez sind vor etwa einer Woche mehrere russische Aufklärungs- und Sabotagegruppen entlang der Uspeniwska-Balka durch Nowodanyliwka vorgedrungen und bis an den südöstlichen Rand von Orichiw gelangt. Danach seien kleine Sturmgruppen nachgerückt.

Maschowez schreibt, mehrere Gruppen von je zwei bis drei Personen, einzelne auch von vier bis fünf, hätten sich in Gebäuden von Nowodanyliwka und am südöstlichen Stadtrand von Orichiw festgesetzt, im Gebiet zwischen der Pryvokzalna-Strasse und der Strasse der Helden der ATO. Russische Gruppen würden zudem in einem Waldstreifen zwischen Orichiw und Mala Tokmatschka festgestellt. Russische Kanäle melden auch die Einnahme von Mala Tokmatschka, was von ukrainischer Seite bisher nicht offiziell bestätigt wurde.

Nach Einschätzung des Experten fehlen den ukrainischen Streitkräften auf diesem Frontabschnitt die Kräfte für eine schnelle Säuberung der eingedrungenen Gruppen. Deshalb könnten die Russen versuchen, ihre Präsenz auszubauen, indem sie Infanterie in kleinen Gruppen von einem gesicherten Punkt zum nächsten verlegen. Eine ähnliche Taktik hätten russische Truppen zuvor in den Kämpfen um Kupjansk, Pokrowsk und Kostjantyniwka angewandt.

Das ukrainische Militärprojekt DeepState verzeichnet eine Annäherung russischer Truppen an Orichiw derzeit allerdings nicht.