UNO warnt vor steigender Zahl ziviler Opfer

Die Zahl ziviler Opfer in der Ukraine liegt 2026 auf einem deutlich höheren Niveau als in den Vorjahren. Das sagte UNO-Vizegeneralsekretärin für politische Angelegenheiten und Friedenskonsolidierung Rosemary DiCarlo an einer Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats, die wegen verstärkter russischer Angriffe einberufen wurde.

Für Juni wurden nach UNO-Angaben mindestens 265 getötete Zivilpersonen und 1'816 Verletzte erfasst. Die Zahlen sind vorläufig und könnten noch steigen. In diesem Fall könnte der Juni zum Monat mit der höchsten Zahl ziviler Opfer seit Beginn des Krieges werden.

Mai und Juni mit besonders hohen Zahlen

Der bisherige Höchstwert liegt nach diesen Angaben im Mai bei 274 getöteten Zivilpersonen. Damit gehören Mai und Juni 2026 zu den schwersten Monaten für die Zivilbevölkerung seit der russischen Invasion.

Seit Beginn des russischen Grossangriffs wurden laut UNO mindestens 16'402 Zivilpersonen in der Ukraine getötet, darunter 802 Minderjährige. Weitere 48'428 Menschen wurden verletzt.