Die Verhandlungen über eine Übergabe polnischer MiG-29 an die Ukraine sind laut Wirtualna Polska auf der Zielgeraden. Nach den getroffenen Absprachen würde die Ukraine MiG-29 erhalten, Polen im Gegenzug Drohnen verschiedener Typen und ukrainische Technologien.
Das Medium schreibt unter Berufung auf eine an den Gesprächen beteiligte Quelle jedoch, dass die Vereinbarungen jederzeit scheitern könnten. Grund sei, dass die polnische Seite den Zusicherungen aus der Ukraine nicht vertraue.
Mit den Ukrainern kann man über alles verhandeln. Alles unterschreiben. Die Frage ist, ob sie ihre Verpflichtungen erfüllen werden. Die Firma Fire Point bietet zum Beispiel die Lieferung von 1500 Langstreckendrohnen an. Und im Kriegsfall eine sofortige Lieferung derselben Anzahl nach Polen. Auf dem Papier sieht das sehr gut aus. Wir verstehen jedoch, dass sich das Unternehmen in einer kritischen Situation auf höhere Gewalt berufen und sagen könnte: Leider befinden wir uns im Krieg, wir haben keine Möglichkeit, den Vertrag zu erfüllen, wir brauchen diese Technik selbst, weil wir uns in der schlechteren Lage befinden.
Patriot-Raketen bleiben umstritten
Wirtualna Polska schreibt weiter, dass die Frage einer Übergabe von Patriot-Raketen an die Ukraine weit von einer Einigung entfernt sei, da sie auf höchster Ebene entschieden werden müsse. Selbst im Fall einer positiven Entscheidung würden nur einige wenige Raketen übergeben.
Eine Quelle des Mediums im polnischen Verteidigungsministerium sagte, in der Regierung habe die jüngste Aussage von Wolodymyr Selenskyj für Verärgerung gesorgt, wonach Warschau Raketen für Patriot mit Kiew teilen könne.
Selenskyj hat Polens Patriot-Raketen nachgezählt und ist zum Schluss gekommen, dass wir uns eine grössere Spende leisten können. Erstens interessiert uns, woher er diese Sicherheit über die Zahl der PAC-3-MSE-Raketen in unseren Lagern nimmt. Zweitens sollte die Diskussion über dieses Thema besser mit einer offiziellen Anfrage zu ihrer Übergabe beginnen. Interviews in der Presse lösen solche Fragen nicht.
Nach Darstellung des Mediums haben sich die Chancen auf eine Übergabe der Raketen zudem verschlechtert, nachdem Kiew die Umbettung von Jewhen Konowalez in der Ukraine angekündigt hatte. Wirtualna Polska bezeichnet ihn als einen der Anführer der OUN und als deutschen Agenten der 1930er Jahre, verantwortlich für Sabotage und antipolnische Aktivitäten in der Zweiten Polnischen Republik.




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