Kundgebung in Warschau
In Warschau sind am Samstag mehrere Hundert Menschen zu einem sogenannten «Wolhynien-Marsch» auf die Strasse gegangen. Organisiert wurde die Aktion von der ultrarechten Partei «Konfederacja Korony Polskiej».
Neben Verweisen auf das Gedenken an die während der Wolhynien-Massaker getöteten Polen forderten die Organisatoren ein Ende der militärischen Hilfe für die Ukraine sowie weniger Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge in Polen. Sie vertraten die Position, der Krieg in der Ukraine betreffe Polen nicht und die russische Bedrohung sei ausschliesslich ein ukrainisches Problem.
Parolen gegen die Unterstützung Kiews
Während des Marsches skandierten Teilnehmende unter anderem Parolen wie «Polen ist antibanderistisch», «Tusk und Morawiecki an die Donezker Front» und «Der Pole ist in Polen Herr im Haus».
Zudem gab es Aufrufe, der Ukraine «kein Gramm Munition und keinen Liter Öl, Schmierstoff oder Treibstoff» zu überlassen.
Die Demonstration verbindet damit historische Erinnerung an die Massaker in Wolhynien mit aktuellen Forderungen gegen die Unterstützung der Ukraine.
Historischer Konfliktstoff
Die Massaker in Wolhynien und Ostgalizien während des Zweiten Weltkriegs gehören bis heute zu den belastetsten Themen im Verhältnis zwischen Polen und der Ukraine. Die Erinnerung daran wird in Polen regelmässig politisch aufgegriffen.
Im aktuellen Fall diente dieses Thema auch dazu, Forderungen gegen Waffenhilfe und gegen Unterstützung für ukrainische Geflüchtete zuzuspitzen.




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