Neue Schutzgesuche von Ukrainern in der EU und in der Schweiz werden an den Nachweis ukrainischer Militärpflichten geknüpft. Ob das die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine stärkt, bleibt fraglich.
In Odessa wurden zehn Mitarbeitende eines Bezirks-TCK festgenommen; die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Freiheitsberaubung und Folter an Zivilisten vor.
Neu ankommende ukrainische Männer könnten in der EU den Schutzstatus verlieren, wenn sie ihre Wehrpflichten nach ukrainischem Recht nicht nachweisen können.
Selenskyj begründet den Druck auf die Reform des TCK mit der Sorge vor einer möglichen russischen Generalmobilmachung im Herbst und mit Konflikten in der militärischen Führung.
Nach dem Mord an zwei Brüdern aus dem Kiewer Gebiet gerät der Kommandeur der 155. Brigade unter schweren Verdacht. Ermittler prüfen auch weitere mögliche Verbrechen in der Einheit.
Gegen den früheren Kommandeur der 155. Brigade läuft ein Verfahren wegen der mutmasslichen Entführung und vorsätzlichen Tötung zweier Brüder in der Region Kiew.
In Lwiw eskalierte ein Mobilisierungseinsatz zu Ausschreitungen gegen das TCK. Behörden prüfen nun sowohl das Vorgehen der Rekrutierungsstelle als auch die Gewalt aus der Menge.
Eine Recherche über das Sturmregiment «Skelja» dokumentiert 26 nicht kampfbedingte Todesfälle in sechs Monaten sowie schwere Vorwürfe gegen Ausbilder und Wachpersonal.
In Odessa sollen TCK-Mitarbeiter zusammen mit zivilen Helfern Männer verschleppt, misshandelt und unter Druck gesetzt haben. Die Ermittler sprechen von einem systematischen Vorgehen.
Roman Kostenko sieht in einer neuen russischen Mobilisierung und in einem möglichen Einsatz taktischer Atomwaffen zwei denkbare Wendepunkte im Krieg zulasten der Ukraine.
Laut einem Offizier der 36. Marineinfanteriebrigade bleiben in der stark zerstörten Frontstadt Kostjantyniwka auch Männer im wehrpflichtigen Alter zurück, weil sie eine Mobilisierung fürchten.
In Winnyzja rechtfertigt das TCK die Wegnahme von Mobiltelefonen bei Mobilisierten mit Sicherheitsbedenken. Ombudsmann Dmytro Lubinez hält das Vorgehen für rechtswidrig.
Die Ukraine verschärft die Regeln für die Zurückstellung von Beschäftigten: höhere Lohnschwelle, strengere Quoten und neue Prüfung für kritische Unternehmen.
Rumänische Grenzschützer sprechen von rund 32'000 ukrainischen Männern, die seit Kriegsbeginn illegal nach Rumänien geflüchtet seien. Die Route über die Berge fordert immer wieder Todesopfer.
Ein Abgeordneter erhebt schwere Vorwürfe gegen ein TCK und spricht von fehlenden Strafverfahren. Gleichzeitig meldet Kiew deutlich mehr Präsenz von TCK-Mitarbeitenden auf den Strassen.
In Odessa ist ein Einsatz von TCK-Mitarbeitern und der Polizei in einen grösseren Konflikt mit Zivilpersonen umgeschlagen. Die Polizei bestätigte den Vorfall und sprach von mehreren Festnahmen.
In Kiew wird über eine tiefgreifende Reform der Mobilisierung gesprochen: Die TCK könnten aufgeteilt, Dienstzeiten neu geregelt und Soldansätze erhöht werden.
Walerij Saluschnyj warnt in Warschau vor einem langen Krieg, wachsendem Streit um die Mobilisierung und einer gefährlichen Abhängigkeit der Ukraine von ihrer Demografie.
Mögliche Änderungen im ukrainischen Mobilisierungssystem zielen laut den vorliegenden Angaben vor allem auf weniger reservierte Arbeitskräfte in Unternehmen.
In Winnyzja ist eine frühere TCK-Funktionärin wegen eines Angriffs auf einen reservierten Mann zu fünf Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.