Was die Ukraine meldet
Der ukrainische Generalstab hat Angriffe auf mehrere Ziele in Russland und auf der besetzten Krim gemeldet. Nach ukrainischen Angaben wurden im Hafen von Kronstadt Schiffe und Infrastrukturobjekte getroffen; das Ausmass der Schäden werde noch abgeklärt.
Zusätzlich meldete der Generalstab Treffer auf das Ölterminal St. Petersburg, auf das Werk Mitschurinsk Progress im Gebiet Tambow sowie auf ein funktechnisches Nahnavigationssystem auf dem Flugplatz Saki auf der Krim.
Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, getroffen worden seien das Petersburger Ölterminal, militärische Ziele auf dem Marinestützpunkt Kronstadt und ein Betrieb im Gebiet Tambow.
Weitere Angaben zum Angriff
Das ukrainische Militärkommando erklärte später zudem, in der Nacht sei im Hafen von Kronstadt die Korvette Boiki getroffen worden. Russische Behörden in St. Petersburg bestätigten Einschläge in der Region, sprachen aber von einem Angriff auf Infrastruktur.
Nach dem Angriff auf das Petersburger Ölterminal wurden am Flughafen Pulkowo fast drei Dutzend Flüge gestrichen.
Wenn Russland uns mit Drohnen und Raketen angreift, werden wir dasselbe tun.
Wolodymyr Selenskyj · Präsident der Ukraine
Selenskyj fügte hinzu, es sei eine Frage der Zeit, wann die Ukraine das Ausmass solcher Angriffe vergrössern könne.
Reaktionen aus Russland und NATO
Der Kreml stellte nach den nächtlichen Angriffen eine systematische Antwort in Aussicht. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte mit Blick auf mögliche Angriffe während des Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums, die Reaktion Russlands werde systemischen Charakter haben.
Der russische Verteidigungsministeriumsangabe zufolge wurden innerhalb eines Tages mehr als 750 Drohnen abgeschossen. Gleichzeitig meldete die Ukraine Erfolge in Kronstadt, beim Ölterminal St. Petersburg, bei einem Werk im Gebiet Tambow und auf dem Flugplatz Saki.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte bei einem Treffen mit Selenskyj, Abfangraketen für Patriot würden weiterhin täglich und wöchentlich an die Ukraine geliefert. Selenskyj hatte zuletzt wiederholt erklärt, bei Patriot-Raketen gebe es Engpässe.




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